Virtual Motorsport? Simracing? Esport?
Was machen die Jungs hier?
Virtual Motorsport ? eSport? Simracing?
Wer mit diesen Begriffen etwas anfangen kann, muss nicht weiterlesen!
Die zocken doch nur Videospiele…Nein, ja – jein!
Angefangen hat alles damals mit Telespielen, Videogames und Computerspielen.(Mit Atari
Amiga & Co.) Erst mit der Tastatur, dann hieß das Ding Joystick, später Gamepad und zwischendurch doch mal wieder mit der Tastatur und Maus. Die große Innovation waren die ersten Lenkräder
. Die ersten Lenkräder für PC und Konsole hatten Gummibänder als Lenkwiderstand, der neueste Technik heißt ForcFeedback. Force was?
(Erkläre ich später )
35 Jahre zocken, daddeln bis zum Abwinken.
(Daddeln steht für dumpfes, sinnentleertes Spielen an einem Automaten oder an einem Computer. Dabei bezieht sich daddeln eher auf Spiele bei denen der Spieler viel und schnell mit dem Eingabegerät (Maus / Controller / Keyboard) agieren muss und die Bewegungen nicht mehr bewusst vom Spieler ausgeführt werden, sondern reflexartig oder kognitiv.)
Und genau das machen wir nicht…
Aus den Telespielen ist nun der esport geworden! Wir sind kurz davor in den deutschen Sportbund aufgenommen zu werden (gut Schach ist auch schon seit 20 Jahren dabei) Adidas hat eine eigene esport Kollektion und TV Sender berichten
24 Std. live über Videogames.Also - da geht was...
Und jetzt zu uns!
Wir sind nicht alle blass und haben Pickel. Wir spielen auch nicht Counterstrike und schießen dann auf unsere Lehrer und Mitschüler (VORSICHT:Vorurteil!). Wir gehen ja auch schon lange nicht mehr zur Schule und stehen mit beiden Beinen fest im Leben (fast alle von uns :-)) … und zocken tun wir doch!
Viele Jungs in der Simracing Szene wehren sich mit Händen und Füße gegen die Bezeichnung, wir würden einfach nur spielen. Wir fahren Rennen und zwar nicht mit Gamepad oder Tastatur. Wir geben auch kein Gas mit dem Zeigefinger oder Lenken mit dem Daumen.
Sondern:
Wir sitzen in Rennschalensitzen und haben Lederlenkräder in der Hand und treten auf Kupplungen und Bremse – wie in echt.
(und ich hab mir sagen lassen, manche tragen sogar einen Helm )
Nassgeschwitzt und körperlich am Ende spüren wir jede Bodenwelle und jeden Randstein nach einem 3 Stunden-Rennen. Kein Genre im eSport ist am wirklichen Sport so nah dran, wie das Simracen! Wer ein Fußballspiel zockt, tritt vor keinen Ball. Im Actionspiel klettert auch keiner die Wände hoch oder schwingt sich von Haus zu Haus. Beim Simracen sitzt man wirklich im Cockpit und schaltet und reagiert, wie in einem echten Rennwagen.
So, jetzt fällt der Groschen so langsam oder…
Wenn wir mit virtuellen 260 km/h in den Reifenstapel auf der Nordschleife krachen, ist das Rennen vorbei. Nee, nee - nicht ESC drücken und weiter geht’s. Hier wird Motorsport simuliert. Ein geiles Gefühl, in einem professionellen Racing Rig zu sitzen und über die schönsten Rennstrecken dieser Welt zu krachen (und die sehen heute verdammt echt aus!).
Wir sind dem echten Rennsport schon ganz nah. Ja, verdammt nah.Es gibt Rennligen und wir haben ein Regelwerk. Und nicht nur um Punkte, sondern auch um die Ehre! Es gibt Replays von den Rennen, es gibt Live-Übertragungen im Internet, viele unterschiedliche Teams und Sponsoren. Man sitzt im Schalensitz, der Puls geht hoch und wenn die Ampel auf Grün geht krallt man sich mit schwitzigen Händen an ein echtes Sparco-Racewheel - und nach dem Rennen bist du völlig am Ende!
Es gibt viele „Ersatzbefriedigungen“ für einen Motosportfan, um mal den Rennfahrer zu spielen.
du kannst dir ne Carrerabahn aufbauen, mit ferngesteuerten Wagen fahren, auf der Playstation (oder xbox) ne Runde drehen, zur Kartbahn gehen oder mit deinem getunten Golf in Flensburg Punkte sammel...
(ich hab alles probiert, nur es war kein Golf ;-))
Aber eines verspreche ich Dir!
Nichts ist so nah dran, wie in einem GRUNDIDEE der Rennserie lesen.
Viel Spaß
Christian Hauck





